Topbiker.de

Startseite

Entwicklung von Motorrädern nach dem Zweiten Weltkrieg

Motorräder erleben einen Nachkriegsboom. Hier sind einige markante Punkte zur Entwicklung des Motorrads aufgelistet:

  • 1953 – Der Biker-Film „The Wild One“ mit Marlon Brando als Anführer einer Motorradbande wird veröffentlicht. Das Motorrad wird zum Symbol der Rebellion.
  • 1955 – „Rebel Without a Cause“ wird veröffentlicht. James Dean soll mehrere Motorräder besessen haben, darunter eine Czech Whizzer von 1947, eine Indian Warrior TT und eine Triumph TR5 Trophy von 1955.
  • 1958 – Yamaha verkauft auf dem US-Markt.
  • 1960er bis 70er – „Baby-Boomer“ (Nachkriegsgeneration) werden erwachsen und kaufen Motorräder. Dies ist der größte Verkaufsboom in der Motorradgeschichte.
  • 1962 – Eine Werbekampagne positioniert Motorräder als ein alltägliches, cooles Fahrzeug, das nicht mehr mit Gesetzlosigkeit und Aufstand assoziiert wird. Motorradzulassungen steigen.
  • 1963 – Das Kriegsepos „The Great Escape“ erscheint auf der Leinwand und zeigt Steve McQueens Charakter, der einen Zaun auf einem Motorrad überspringt.
  • 1969 – Honda stellt die CB750 vor. Mit seinem 4-Zylinder-Motor und obenliegender Nockenwelle gilt es als das erste „Superbike“.
  • 1980 – Kawasaki und Honda vertreiben die ersten Motorräder mit elektronischen Einspritzsystemen, welche Kraftstoffeinspritzung zur Norm machen.
  • 1998 – Die kalifornische Firma EMB, Inc. stellt das weltweit erste kommerziell hergestellte Elektromotorrad vor – die Lectra.
  • 2009 – Das erste Hybrid-Motorrad der Welt, Eko Vehicles ET-120, kommt in Indien auf den Markt.

Die letzte große Freiheit?

Motorradfahren gilt im Allgemeinen schon als der Inbegriff von Freiheit und Unabhängigkeit. Doch für die Freunde des Motocross und des Offroad beginnt die Freiheit erst dort, wo die Straße aufhört. Dort wo die Schotterpisten und die Feldwege darauf warten erkundet zu werden. Hier wo der Stau und der Verkehr ein Ende hat, geht es erst so richtig los. Wir wollen uns heute anschauen, was die Faszination Offroad ausmacht und warum besonders in Deutschland immer mehr Maschinen, die fürs Gelände gebaut sind, verkauft werden.

Die Zulassungsstatistik lügt nicht. Auf Platz Eins liegt eine Enduro, die GS von BMW. Aber auch die Modelle von KTM oder Triumph verkaufen sich prächtig. Auf den Zug aufzuspringen scheint jetzt auch die amerikanische Legende Harley Davidson, seit letztem Sommer gibt es eine Reise-Enduro aus Milwaukee. Etwas das bis vor wenigen Jahren als undenkbar galt, mit Harley Davidson verbindet man schließlich endlos lange Highways auf denen man mit einem Mottorrad gemütlich dem Sonnenuntergang entgegen fährt. Ab jetzt geht es also auch mit der Harley im Gelände über Stock und Stein. Uns soll es recht sein. Als Motorrad-Liebhaber freut man sich schließlich über jede neue Maschine, die wieder neue Träume weckt.

Genau darum geht es oft bei den geländetauglichen Motorrädern. Die meisten der Käufer fahren mit diesen Maschinen auf asphaltierten Straßen und die einzige Schotterpiste, die ihre Enduro jemals nehmen wird, ist die eigene Garageneinfahrt. Haben sich die Käufer nun bei ihrer Motorradwahl geirrt? War die Enduro ein Fehlkauf? Nein! Es gibt hier zwei wesentliche Gründe warum diese Maschinen so beliebt sind. Es ist zum einen die Sitzposition, die unglaublich bequem ist, denn der Fahrer sitzt auf einer Enduro in der Regel aufrecht und das empfinden die meisten als die komfortabelste aller Sitzpositionen. Ein weiterer Grund ist, dass es den meisten Käufern reicht zu wissen, dass sie mit ihrer Maschine, wenn es sein müsste, auch bis ans Ende der Welt fahren könnten. Es hat für viele etwas Beruhigendes, man könnte, wenn man denn nur wollte sofort aufbrechen und bis nach Afrika fahren. Dieser Gedanke gefällt vielen und ist auch etwas auf das die Marketingabteilungen der Hersteller gerne aufbauen. Es ist vermutlich ähnlich wie bei Harley Davidson, deren Chef einst verkündete: „Wir verkaufen keine Motorräder, wir verkaufen ein Lebensgefühl und das Motorrad gibt es gratis dazu“.

Von diesem Hype profitiert natürlich auch die Zubehör-Branche, es gibt für den Endurofahrer selbstverständlich eine ganz eigene und spezielle Bekleidung, der typische Motocross Helm mit Sonnenschild ist nur ein Teil davon. Eigene Marken und Designstile sorgen dafür, dass sie die Fahrer einer Enduro gegenüber den anderen sehr leicht, auch optisch, abgrenzen können. Es ist jedoch nicht immer nur alles Schau, es gibt auch hier die Fahrer, die furchtlos jede noch so schwierige Piste suchen um an ihre eigenen Grenzen gelangen. In den Pyrenäen und besonders in Osteuropa gibt es noch unzählige Pisten die abseits der bekannten Straßen liegen und jedes Jahr tausende Fans des Offroad anlocken. Wer dies einmal erlebt hat, der kann davon nicht mehr genug bekommen. Hier warten noch wahre Abenteuer darauf gelebt zu werden.

Weitere Innovationen zur Motorradtechnik

Elektronische Hilfestellung

Bei älteren Motorrädern, wenn der Fahrer den Gashebel bediente, würde er damit ein Kabel anziehen, das den Benzinstrom in den Motor erhöhte oder senkte. Der Mechanismus war einfach, aber anfällig für unfreiwillige Fahrfehler, wenn der Fahrer falsch reagierte, eine plötzliche Gefahrsituation aufkam oder er etwa von einer Biene gestochen wurde. Neuere Motorräder lesen diese Funktion mit Software. Die Straßensituation wird mit dem aktuellen Gang und der Geschwindigkeit des Bikes verglichen. Wenn durch die Gasdrehung das Motorrad außer Kontrolle geraten würde, reduziert das Assistenzsystem die Geschwindigkeit oder den Gang auf eine besser handhabbare Einstellung.

Maschinen kommunizieren

Weil Motorradunfälle oft viel schlimmer sind als Autounfälle, hat das Startup-Unternehmen Autotalks sich darauf konzentriert, dass Motorräder und Autos sich „gegenseitig aus dem Weg gehen“ können. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen den Weg in die Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikationstechnologie geebnet, bei der Motorräder Informationen wie Geschwindigkeit, Ort und Richtung mit Autos in unmittelbarer Nähe miteinander austauschen können. Wenn eine Gefahr besteht, z. B. ein plötzlich bremsendes Auto, warnt das System den Motorradfahrer und gibt ihm damit mehr Zeit zum reagieren. Leider ist diese Sicherheitstechnologie noch nicht marktreif. Dies hat einen einfachen Grund: Alle Fahrzeuge auf der Straße müssen mit einem Sensor ausgestattet sein, damit die Technologie effektiv wirksam sein kann.

Intelligente Technologien für sichere Motorräder

Es ist eine traurige Tatsache, dass Motorradfahren nicht so sicher ist wie Autofahren. Obwohl 2016 nur etwa 4 % der Unfälle auf den Straßen durch Motorräder verursacht wurden, waren 14 % der Verkehrstoten Motorradfahrer oder deren Beifahrer. Glücklicherweise trägt Technologie dazu bei, die Sicherheit von Auto- und Motorradfahrern auf der Straße zu verbessern. Wenn sich diese Entwicklung auch in Zukunft so fortsetzt, sollte das Motorradfahren immer sicherer werden.

Helm-Technologie

Die Motorradhelme von Morgen werden sich drastisch von herkömmlichen Helmen unterscheiden. Bereits heute werden „High-Tech“-Motorradhelme mit Bluetooth und „Augmented Reality“ ausgestattet, damit für die Fahrer GPS-Daten und andere Informationen auf die Innenseiten ihrer Visiere projiziert werden. Die Motorradfahrer müssen dann die Augen nicht mehr von der Straße nehmen und können sich komplett auf die Straße vor ihnen konzentrieren.

Scheinwerfer

Es mag nicht der wahrscheinlichste Ort für eine wichtige, technologische Innovation sein, aber Motorradfahrer auf allen Straßen sind sich des Problems voll bewusst: Scheinwerfer, die nur geradeaus leuchten, werden praktisch unbrauchbar, wenn man eine scharfe Kurve fährt. Adaptive Motorradscheinwerfer hingegen drehen sich mit dem Motorrad in Fahrtrichtung. Mithilfe von Sensoren an Bord des Motorrads können die adaptiven Scheinwerfer erkennen, wie scharf eingelenkt wird und wie steil die Kurve ist. Sie passen dann ihren Strahl dem Winkel an und beleuchten das, was auf das Motorrad zukommt.

Was jeder Biker über Motorräder wissen sollte

Alles, was man über Motorräder wissen sollte

Motorradfahren ist ein Traum vieler junger Menschen. Freiheit, Abenteuer, Schnelligkeit und ein Hauch vom modernem Cowboy der Landstraßen spielen dabei wohl eine nicht unerhebliche Rolle. Es gibt sie in allen erdenklichen Varianten und Leistungsstärken. Neben verschiedenen Typen gibt es aber auch noch ein paar Details zu beachten, bevor man sich mit einem Motorrad auf den Weg macht und vor dem Kauf sollte man unbedingt sicher sein, welches das Richtige ist.

Die 3 klassische Motorradtypen

Getrieben vom Rausch der Geschwindigkeit in Verbindung mit den teilweise „noch“ freien Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen ist das Straßen- oder Rennmotorrad wohl mit Abstand der beliebteste Kandidat aller Motorradfahrer. Leistungen bis über 200 PS und Geschwindigkeiten bis 350 Km/h machen neugierig und sind allerdings auch nicht ganz ungefährlich (Bild 1).

Der zweitbeliebteste Motorradtyp sind die Gelände-Motorräder bzw. Enduros, zur Straßennutzung zugelassene Motocross-Maschinen, mit denen man ohne Probleme auch mal die Straße verlassen und querfeldein durch die Botanik oder das Gebirge fahren kann, sofern es erlaubt ist (Bild 2).

3. Der Dritte im Bunde sind die Touring-Motorräder, die perfekt für Ausflüge und Reisen mit dem Motorrad geeignet sind. Urlaub auf und mit einem Motorrad zu machen ist allerdings nicht gerade bequem und es gehört schon eine ganze Menge Individualismus dazu, es zu genießen (Bild 3)

Alltagsmotorräder

Viele Menschen benutzen ein Motorrad einfach als günstiges Fortbewegungsmittel im Alltag. Niedrige Sprit- und Versicherungskosten sind gerade bei niedrigem Hubraum und Leistung sehr attraktiv und sie stehen den großen Kollegen im Alltag in Nichts nach.

Exotische Motorräder

Der Rocker fährt Chopper und der Purist ein klassisches Naked Bike. Beide Motorradarten sind sehr schön anzusehen und bedürfen sehr viel Pflege und Wartung. Oldtimer sollte man ebenfalls in diesem Zusammenhang erwähnen.

Zubehör

Motorradfahren ist nicht Joggen, wo man mit dem richtigen Schuh bereits bestens versorgt ist. Zu jedem Motorrad gehört mindestens ein Helm und geeignete Kleidung. Dazu gehören insbesondere feste Stiefel, Handschuhe, Jacke und Hose. Wer gern auf Touren geht, sollte sich unbedingt auch vernünftige Regenkleidung zulegen.

Pflege und Werkzeug

Motorräder haben nur ein Licht vorne und hinten. Jeder Motorradfahrer sollte also wenigstens an seinem Gefährt ein Lämpchen und/oder eine Sicherung wechseln können. Ketten müssen gereinigt, gefettet und richtig gespannt sein. Wem das zu dreckig ist, lässt es regelmäßig machen oder kauft direkt ein Motorrad mit Kardan- oder Riemenantrieb. Motorrad-Bordwerkzeug ist, sofern vorhanden, noch schlechter als das Autowerkzeug im Kofferraum. Man sollte unbedingt für die wichtigsten Schrauben ein wenig Werkzeug dabei haben.

Motorräder sind immer direkt Sonne, Wind und Wetter ausgesetzt. Plastik kann schnell verwittern und ungepflegter Chrom sieht einfach schlecht aus. Wer ein Motorrad kauft, sollte es also einmal im Monat pflegen, d. h. waschen, polieren und die Plastikteile imprägnieren.

Sicherheit

Motorradfahrer leben gefährlich. Im Gegensatz zu Autofahrern haben sie keine Knautschzone. Wenn es kracht, geht es direkt auf die Knochen. Also ist aufmerksames und umsichtiges Fahren angesagt. Ein ganz anderes Thema ist die Sicherheit gegen Diebstahl, denn Motorräder sind beliebte Beute und ein gutes Schloss kostet viel weniger, als ein neues Motorrad.

Wer sich von alledem ein wenig annimmt, sollte einen guten Start ins Motorradfahrer-Leben haben.

Isle of Men Tourist Trophy: Das tödlichste Motorradrennen der Welt

Eine Insel gibt Gummi

Einmal im Jahr und für sechs Tage verdoppelt sich die Bevölkerung einer kleinen Insel in der Irischen See, während Motorrad-Enthusiasten aus der ganzen Welt in das Renn-Mekka strömen. Die Tourist Trophy der Isle of Man ist vielleicht das gefährlichste Rennen der Welt. Seit 1907 gab es dort 242 tödliche Unfälle. Das TT, wie es allgemein genannt wird, ist das älteste Rennen in der Geschichte des Motorradsports.

Mit sechs verschiedenen Rennen hat die „Manx TT“-Veranstaltung die Insel jedes Jahr komplett in ihrem Griff, da während der Veranstaltung die Landstraßen nur für das Event verwendet werden. Die Fahrer umrunden die 60 Kilometer lange Schleife mit Geschwindigkeiten bis zu 210 Stundenkilometern – pro Runde sind das oft weniger als 18 Minuten. Die Kinder und Schüler der Insel haben frei, damit die lokale Wirtschaft florieren kann. Das Event macht einen großen Teil des Bruttoeinkommens der Insel aus. Für die paar Tage im Frühling ist das laute, unablässige Aufheulen von Motorrädern auf der ganzen Insel zu hören.

Allerlei Räderwerk und lockere Schrauben

Neben dem traditionellen Motorradrennen gibt es auch Kategorien für E-Motorräder, Seitenwagenrennen und Spezial-Motorräder, bei denen Rennfahrer um die ersten Plätze kämpfen und dabei Leib und Leben riskieren. Jedes Jahr gibt es Unfälle und Opfer zu beklagen. Conor Cummins, ein erfahrener Racer der von der Insel stammt, beschreibt die Veranstaltung als „das beste Rennen der Welt“ – trotz eines Crashs im Jahr 2010, bei dem er sich u. a. sein Becken und den Rücken brach. Cummins war schon 8 Monate nach dem Unglück wieder auf seinem Bike und nahm im darauffolgenden Jahr an der Senior TT teil. Obwohl er Zweiter wurde, bejubelten ihn die Einheimischen als Sieger.

Isle of Man TT als Videospiel

Ein Videoclip aus dem Spiel TT Isle of Man wurde veröffentlicht. Er wurde von John McGuinness kommentiert – der erfolgreichste Fahrer in der Geschichte der Tourist Trophy. McGuinness ist eine Legende des Motorradsports und bekannt als die „Morecambe Missile“. Er hat sich mehrfach in großen Wettbewerben bewiesen (North West 200 oder Macau Grand Prix), doch er ist vor allem als Spezialist der Tourist Trophy (23 Gewinne) bekannt. In einem kürzlich erschienenen Video werden Gameplay-Auszüge von diesem Ausnahmefahrer kommentiert. McGuinness meint, dass er durch den Realismus des Spiels verblüfft war und dass er den gleichen Adrenalinstoß verspürt, wenn er sein Motorrad auf dem TT-Kurs der Isle of Man fährt. Er weist auch darauf hin, dass jedes Detail im Spiel getreu wiedergegeben wird: die Absperrungen, die Zuschauer und sogar die Werbung. Alles Menschenmögliche wurde getan, um mit den Fahrern vollständig in dieses berühmtberüchtigte Rennen einzutauchen.

Motorrad — von Easy Rider Feeling bis Feuerstuhl

Motorradfahren ist für viele Biker ein Lebensgefühl und steht für Abenteuer und Freiheit. Hier ist es gleich, was der Zweiradfahrer für ein Kraftrad bevorzugt. Die einen möchten Gummi geben und die anderen möchten gemütlich auf den Straßen cruisen. So verschieden die Interessen des Fahrers sind, so verschieden sind auch die Motorräder.

Touren-Motorrad

Tourenfahrer sind in ihrem Element, wenn sie mit ihrer Maschine die schönsten Ziele abfahren können. Motorräder wie BMW, Suzuki, Yamaha oder Honda haben sich für längere Touren bestens bewährt. In der Regel sind diese Modelle großzügig verkleidet, mit dem Ziel, den Fahrer vom Fahrtwind zu entlasten. Touren-Motorräder können mit etlichen PS aufwarten und besitzen meist einen Kardanantrieb. Wer einen Tourer fährt, sollte seinen Fokus auf Funktionsbekleidung setzen, die Schutz gegen Wind und Feuchtigkeit bietet. Wichtigste Ausstattung auf dem Bike ist der Motorradhelm, der den bestmöglichen Schutz bieten und möglichst aus Polycarbonat oder Glasfaser bestehen sollte.

Streetfighter–Motorrad

Streetfighter sind Superbikes. Wer solch ein Motorrad fährt, will zeigen, was er kann. Sie sind die heimlichen Helden der Landstraßen. Muscle-Bikes strotzen vor Kraft, denn PS haben sie mehr als genug. Anders als ihre Mitstreiter aus der Touren-Fraktion können sie getrost auf eine Verkleidung verzichten. Ein typisches Streetfighter-Motorrad ist die Ducati Streetfighter, aber auch Modelle von Kawasaki, Aprilia oder BMW fordern ihre Fahrer heraus. Streetfighter-Fahrer brauchen einen Streetfighter Helm, strenggenommen ist er der böse Bruder vom Integralhelm. Auch bei der Bekleidung steht neben der Sicherheit die Coolness im Vordergrund. Ein fachkundiger Shop bietet Motorradbekleidung exakt für die jeweiligen Anforderungen des Fahrertyps.

Enduro und Motocross

Enduro- und Motocross-Fahrten sind nichts für das zarte Naturell. Wer solch ein Motorrad fährt, hält sich abseits der Straßen auf Schotterwegen, Sandböden und im Gebirge auf. Enduro-Fahrer lieben Schlamm und scheuen keine Gefahrensituationen. Hier sind Cross-Helme angebracht, die über eine gute Belüftung verfügen und Schweiß sowie Hitze abtransportieren. Die Bekleidung muss im Gelände einiges aushalten, daher sollten Fahrer sich einen soliden Motocross Shop suchen, der qualitätsvolle und zuverlässige Kombis für anspruchsvolle Fahrten mit entsprechenden Protektoren im Angebot hat. Den Enduro- und Motocross-Trend unterstützen Hersteller wie KTM, Husquarna oder Yamaha. Die Maschinen bieten oftmals mehr als 80 PS und legen phänomenale Spitzenbeschleunigungen vor.

Chopper

Chopper-Fahrer lieben gemütliche Fahrten, ohne die geringste Spur von Eile. Aufsteigen, den Calimero-Helm auf den Kopf und nach „Easy Rider-Manier“ durch die Straßen im chilligen Tempo promenieren. Manche Chopper-Fahrer bezeichnen die Marken Harley-Davidson und Indian als die Väter der heutigen Chopper-Fahrzeuge. Auch heutige Modelle sind meist mit einer langen und flach angestellten Vorderradgabel ausgerüstet. Ein weiteres Markenzeichen der Chopper sind der hohe Lenker und die vorgelegten Fußrasten. Auch japanische Motorrad-Hersteller wie Honda, Suzuki und Yamaha reagierten auf die starke Nachfrage nach Chopper-Modellen. Mit dem Chopper ist der Fahrer zwar gemächlich unterwegs, dennoch sollte er auf einen hochwertigen Helmschutz nicht verzichten. Auf jeden Fall sollten alle Arten Motorrad-Helme mit dem ECE-Prüfsiegel ausgestattet sein.

Verschiedene Arten von Motorräder – welches Modell passt?

Standard-Motorräder

Diese Bikes, die von Enthusiasten häufig als „Naked Bikes“ bezeichnet werden, sind für ihre aufrechte Fahrposition bekannt. Lenker und Fußrasten sind so angeordnet, dass der Fahrer eine bequeme Position einnehmen kann, ohne sehr weit nach vorne reichen zu müssen. Ihre moderate Größe und das funktionelle, benutzerfreundliche Design machen sie zu einer guten Wahl für Fahranfänger.

Cruiser (Chopper)

Cruisers oder Chopper sind den großen amerikanischen Maschinen aus den 1930er bis 1960er Jahren nachempfunden – die beliebtesten sind Harley-Davidsons. Diese Bikes haben einen V-Twin-Motor, der für einen niedrigen Drehmoment ausgelegt ist. Eine niedrige Sitzposition, hohe Lenker und vorgelagerte Fußrasten ermöglichen, dass sich die Fahrer leicht in eine „Easy-Rider-Position“ zurücklehnen können. Diese Sitzposition ist möglicherweise nicht ideal für Anfänger, die längere Zeit mit höheren Geschwindigkeiten fahren möchten, da das Lenken im Fahrtwind auf Dauer ermüdend sein kann.

Dualsport-Motorräder

Dualsport-Bikes, die als Mehrzweck- bzw. On-Road- und Offroad-Motorräder bezeichnet werden, haben hoch ausgelegte Sitze und einen hohen Schwerpunkt, um unebenes Gelände besser bewältigen zu können. Sie ähneln damit Dirtbikes, sind jedoch mit Spiegeln und Lichtanlange ausgestattet, was sie für den Verkehr straßenfähig macht. Ihre kleinen Motoren und leichten Rahmen machen sie zu einer guten Wahl für junge Fahrer, solange sie das Bike im Sitzen mit beiden Füßen auf dem Boden abstützen können.

Tourenmotorräder

Motorräder für Touren sind für die Fernreise konzipiert. Sie verfügen über große Motoren, größere Kraftstofftanks und mehr Stauraum. Sie erlauben den Fahrern eine bequeme, aufrechte Sitzposition. Aufgrund ihrer Größe und der höheren Kosten eignen sie sich eher für erfahrene und ältere Fahrer.

Sportbikes

Sportbikes sind für hohe Geschwindigkeiten und schnelle Beschleunigung optimiert. Darüber hinaus verfügen sie über leistungsstarke Motoren auf einem leichten Rahmen. Die Fußrasten liegen höher und die Distanz zum Lenker ist länger, was sich bei höheren Geschwindigkeiten auf den Luftwiderstand auswirkt. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten können Sportbikes den Fahrer schneller ermüden, weil sich das Fahren auf Hände und Handgelenke auswirkt.

Sport-Touring

Diese Bikes können als Hybrid zwischen einem Sport- und einem Tourenmotorrad angesehen werden. Sport-Touring-Bikes haben im Vergleich zu einem Sportbike mehr Stauraum, sind aber im Vergleich zu einem Tourenmotorrad insgesamt leichter. Sie bieten auch eine entspanntere Sitzposition.

Sobald man ein Motorrad ausgewählt hat, das den gewünschten Anforderungen entspricht, muss man sich auch für die Spezifikationen des Motorrads entscheiden. Hier sind einige Dinge, die zu beachten sind, wenn man ein Motorrad kauft:

Motorgröße

Motoren werden in Kubikzentimetern oder ccm gemessen, was sich auf das Volumen innerhalb des Motors bezieht, in dem Luft und Kraftstoff kombiniert werden, um das Bike anzutreiben. Typischerweise bedeutet ein Motorrad mit einem höheren Volumen einen größeren Motor, mehr Leistung und höhere Geschwindigkeiten.

Gewicht des Motorrads

Je größer das Bike, desto schwerer ist die Bedienung. Man sollte in der Lage sein, sein Bike vom Boden wieder aufheben zu können, wenn es umgefallen war.

Höhe des Sitzes

Achten Sie beim Fahren darauf, dass die Füße den Boden berühren können, wenn Sie anhalten. Messen Sie auch die Länge des Beines von der Unterseite Ihres Fußes bis zur Leiste. Wenn der Sitz in der Distanz höher als diese Messung ist, ist das Bike wahrscheinlich zu groß.

Kriegsbemühungen treiben Motorräder voran

Harley-Davidson begann 1915 damit, das US-Militär zu beliefern. Das Unternehmen wurde 1903 gegründet – nur knapp elf Jahre vor dem Ersten Weltkrieg. Indian Motorräder transportierten Mitglieder der amerikanischen Expeditionstruppen und die frühen Harley-Davidson Motorräder dienten zum Kurier- und Informationsdienst. Der legendäre britische Hersteller BSA (Birmingham Small Arms) entwickelte 1903 sein erstes Motorrad und verkaufte ab 1909 ein robustes Motorrad mit 3,5 PS und einem Preis von 250 US-Dollar zur Verwendung im ersten Weltkrieg.

Als die USA 1917 in den Krieg eintraten, übergab Indian seine gesamte Produktion dem Militär. Die Firma ging dabei fast bankrott, da sie zum Selbstkostenpreis verkaufte und die zivilen Ausstellungsräume leer blieben. Harley verfolgte eine andere Strategie. Der Hersteller gab 50 % seiner Produktion an das Militär, während der Rest zum Verkauf an die Zivilbevölkerung ging. Die Harleys wurden von V-Twin-Motoren mit 1000 ccm angetrieben und produzierten 15 PS. Die Strategie ging auf. Viele der Motorräder gingen auch an das holländische und russische Militär, inklusive Modelle, die Waffen oder Tragbahren montiert hatten. Harley-Davidson lieferte etwa ein Drittel der 70.000 vom US-Militär bestellten Maschinen, die restlichen zwei Drittel wurden zwischen den Herstellern Indian und Cleveland aufgeteilt. Von den 26.486 Harleys, die von den USA gekauft wurden, gingen etwa 7.000 nach England und Frankreich, wo sie als Konvoi-, Begleit-, Erkundungs- und Aufklärungsfahrzeuge dienten.

Vom Laufrad zum Motorrad

Die ersten bekannten Versionen eines mit Rädern ausgestatteten und von Menschen angetriebenen Fahrzeugs erschienen lange bevor das Fahrrad zu einer praktischen und populären Transportform wurde. Nach Angaben des „International Bicycle Fund“ (IBF) konstruierte im Jahr 1418 ein italienischer Ingenieur, Giovanni Fontana, ein von Menschen angetriebenes Gerät, das aus vier Rädern und einer Seilschleife bestand. Etwa 400 Jahre nachdem Fontana sein Fahrzeug entwickelt hatte (1813), begann der deutsche Erfinder Karl Freiherr von Drais mit der Arbeit an der Laufmaschine (Draisine) – ein vierrädriges, manuell angetriebenes Fahrzeug, das weder Pedale noch Bremse hatte. Im Jahr 1817 stellte Drais in Mannheim ein Zweirad vor. Ab dann gab es kein Zurück mehr. In den zwei Jahrhunderten danach wurden schätzungsweise eine Milliarde Fahrräder produziert.

Mit Volldampf voraus!

Der Amerikaner Sylvester Roper baute die erste selbstfahrende Zweiradmaschine (Velociped) in den USA. Das dampfbetriebene Fahrrad hatte seinen ersten öffentlichen Auftritt 1869 in Ropers Heimatstadt Roxbury, Massachusetts. Das Dampffahrrad war ein Publikumsmagnet und Roper tourte für den Rest seines Lebens auf Messen und als Zirkus-Attraktion in Neuengland, um diese und andere Erfindungen zu demonstrieren. Roper starb bei einem Unfall auf einem seiner „Steambikes“ während einer Präsentation. 1885 wurde das erste „tatsächliche“ Motorrad erfunden. Der Reitwagen oder Einspur war ein Kraftfahrzeug von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach. Es ist allgemein als das erste Motorrad anerkannt. Wegen dieser Erfindung wird Daimler oft als „Vater des Motorrads“ bezeichnet.

Der Vater des Motorrads

Der Status des „Reitwagens“ als erstes Motorrad beruht auf der gängigen Definition eines Motorrads mit einem Verbrennungsmotor. Daimler hatte 1882 im Gartenhäuschen hinter seinem Haus im Stuttgarter Stadtteil Cannstatt eine Versuchswerkstatt eingerichtet. Am 3. April 1885 patentierte er gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Maybach einen kompakten Hochgeschwindigkeits-Einzylindermotor, den er liebevoll „Standuhr“ taufte. Dieser hatte einen Schwimmervergaser und benutzte Pilzventile, die durch die Saugwirkung des Kolben-Einlasshubs geöffnet wurden. Anstatt einer elektrischen Zündung verwendete es Glührohrzündung – ein Platinrohr, das in die Brennkammer lief wurde durch eine externe offene Flamme erhitzt. Es konnte auch mit Leuchtgas betrieben werden. Es verwendete Doppelschwungräder und hatte ein Aluminiumkurbelgehäuse. Das ursprüngliche Design von 1884 verwendet einen Riemenantrieb und Drehgriff am Lenker, welcher die Bremse betätigte Kraft auf das Rad abgab. Ropers Velociped aus den späten 1860er Jahren verwendete eine ähnliche Zwei-Wege-Lenkersteuerung. Der Prototyp von Daimler verwendete einen einfachen Lenker ohne den Drehgriff oder Zahnradverbindung. Das Design wurde am 29. August 1885 patentiert.

Das Original des Reitwagens wurde 1903 im großen Cannstatter Feuer zerstört, das 1903 die Daimler-Motoren-Gesellschaft in Seelberg-Cannstatt dem Erdboden gleichmachte. Es gab danach verschiedene Replikas im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart, im Deutschen Museum in München, in der Honda-Ausstellungshalle des Twin Ring Motegi Werks in Japan, der AMA Motorrad Hall of Fame in Ohio und in Melbourne, Australien. Das Deutsche Museum verlieh 2001 seine Nachbildung an die Guggenheim Las Vegas Kunstausstellung „The Art of the Motorcycle“.

dreo