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Isle of Men Tourist Trophy: Das tödlichste Motorradrennen der Welt

Eine Insel gibt Gummi

Einmal im Jahr und für sechs Tage verdoppelt sich die Bevölkerung einer kleinen Insel in der Irischen See, während Motorrad-Enthusiasten aus der ganzen Welt in das Renn-Mekka strömen. Die Tourist Trophy der Isle of Man ist vielleicht das gefährlichste Rennen der Welt. Seit 1907 gab es dort 242 tödliche Unfälle. Das TT, wie es allgemein genannt wird, ist das älteste Rennen in der Geschichte des Motorradsports.

Mit sechs verschiedenen Rennen hat die „Manx TT“-Veranstaltung die Insel jedes Jahr komplett in ihrem Griff, da während der Veranstaltung die Landstraßen nur für das Event verwendet werden. Die Fahrer umrunden die 60 Kilometer lange Schleife mit Geschwindigkeiten bis zu 210 Stundenkilometern – pro Runde sind das oft weniger als 18 Minuten. Die Kinder und Schüler der Insel haben frei, damit die lokale Wirtschaft florieren kann. Das Event macht einen großen Teil des Bruttoeinkommens der Insel aus. Für die paar Tage im Frühling ist das laute, unablässige Aufheulen von Motorrädern auf der ganzen Insel zu hören.

Allerlei Räderwerk und lockere Schrauben

Neben dem traditionellen Motorradrennen gibt es auch Kategorien für E-Motorräder, Seitenwagenrennen und Spezial-Motorräder, bei denen Rennfahrer um die ersten Plätze kämpfen und dabei Leib und Leben riskieren. Jedes Jahr gibt es Unfälle und Opfer zu beklagen. Conor Cummins, ein erfahrener Racer der von der Insel stammt, beschreibt die Veranstaltung als „das beste Rennen der Welt“ – trotz eines Crashs im Jahr 2010, bei dem er sich u. a. sein Becken und den Rücken brach. Cummins war schon 8 Monate nach dem Unglück wieder auf seinem Bike und nahm im darauffolgenden Jahr an der Senior TT teil. Obwohl er Zweiter wurde, bejubelten ihn die Einheimischen als Sieger.

Isle of Man TT als Videospiel

Ein Videoclip aus dem Spiel TT Isle of Man wurde veröffentlicht. Er wurde von John McGuinness kommentiert – der erfolgreichste Fahrer in der Geschichte der Tourist Trophy. McGuinness ist eine Legende des Motorradsports und bekannt als die „Morecambe Missile“. Er hat sich mehrfach in großen Wettbewerben bewiesen (North West 200 oder Macau Grand Prix), doch er ist vor allem als Spezialist der Tourist Trophy (23 Gewinne) bekannt. In einem kürzlich erschienenen Video werden Gameplay-Auszüge von diesem Ausnahmefahrer kommentiert. McGuinness meint, dass er durch den Realismus des Spiels verblüfft war und dass er den gleichen Adrenalinstoß verspürt, wenn er sein Motorrad auf dem TT-Kurs der Isle of Man fährt. Er weist auch darauf hin, dass jedes Detail im Spiel getreu wiedergegeben wird: die Absperrungen, die Zuschauer und sogar die Werbung. Alles Menschenmögliche wurde getan, um mit den Fahrern vollständig in dieses berühmtberüchtigte Rennen einzutauchen.

Motorrad — von Easy Rider Feeling bis Feuerstuhl

Motorradfahren ist für viele Biker ein Lebensgefühl und steht für Abenteuer und Freiheit. Hier ist es gleich, was der Zweiradfahrer für ein Kraftrad bevorzugt. Die einen möchten Gummi geben und die anderen möchten gemütlich auf den Straßen cruisen. So verschieden die Interessen des Fahrers sind, so verschieden sind auch die Motorräder.

Touren-Motorrad

Tourenfahrer sind in ihrem Element, wenn sie mit ihrer Maschine die schönsten Ziele abfahren können. Motorräder wie BMW, Suzuki, Yamaha oder Honda haben sich für längere Touren bestens bewährt. In der Regel sind diese Modelle großzügig verkleidet, mit dem Ziel, den Fahrer vom Fahrtwind zu entlasten. Touren-Motorräder können mit etlichen PS aufwarten und besitzen meist einen Kardanantrieb. Wer einen Tourer fährt, sollte seinen Fokus auf Funktionsbekleidung setzen, die Schutz gegen Wind und Feuchtigkeit bietet. Wichtigste Ausstattung auf dem Bike ist der Motorradhelm, der den bestmöglichen Schutz bieten und möglichst aus Polycarbonat oder Glasfaser bestehen sollte.

Streetfighter–Motorrad

Streetfighter sind Superbikes. Wer solch ein Motorrad fährt, will zeigen, was er kann. Sie sind die heimlichen Helden der Landstraßen. Muscle-Bikes strotzen vor Kraft, denn PS haben sie mehr als genug. Anders als ihre Mitstreiter aus der Touren-Fraktion können sie getrost auf eine Verkleidung verzichten. Ein typisches Streetfighter-Motorrad ist die Ducati Streetfighter, aber auch Modelle von Kawasaki, Aprilia oder BMW fordern ihre Fahrer heraus. Streetfighter-Fahrer brauchen einen Streetfighter Helm, strenggenommen ist er der böse Bruder vom Integralhelm. Auch bei der Bekleidung steht neben der Sicherheit die Coolness im Vordergrund. Ein fachkundiger Shop bietet Motorradbekleidung exakt für die jeweiligen Anforderungen des Fahrertyps.

Enduro und Motocross

Enduro- und Motocross-Fahrten sind nichts für das zarte Naturell. Wer solch ein Motorrad fährt, hält sich abseits der Straßen auf Schotterwegen, Sandböden und im Gebirge auf. Enduro-Fahrer lieben Schlamm und scheuen keine Gefahrensituationen. Hier sind Cross-Helme angebracht, die über eine gute Belüftung verfügen und Schweiß sowie Hitze abtransportieren. Die Bekleidung muss im Gelände einiges aushalten, daher sollten Fahrer sich einen soliden Motocross Shop suchen, der qualitätsvolle und zuverlässige Kombis für anspruchsvolle Fahrten mit entsprechenden Protektoren im Angebot hat. Den Enduro- und Motocross-Trend unterstützen Hersteller wie KTM, Husquarna oder Yamaha. Die Maschinen bieten oftmals mehr als 80 PS und legen phänomenale Spitzenbeschleunigungen vor.

Chopper

Chopper-Fahrer lieben gemütliche Fahrten, ohne die geringste Spur von Eile. Aufsteigen, den Calimero-Helm auf den Kopf und nach „Easy Rider-Manier“ durch die Straßen im chilligen Tempo promenieren. Manche Chopper-Fahrer bezeichnen die Marken Harley-Davidson und Indian als die Väter der heutigen Chopper-Fahrzeuge. Auch heutige Modelle sind meist mit einer langen und flach angestellten Vorderradgabel ausgerüstet. Ein weiteres Markenzeichen der Chopper sind der hohe Lenker und die vorgelegten Fußrasten. Auch japanische Motorrad-Hersteller wie Honda, Suzuki und Yamaha reagierten auf die starke Nachfrage nach Chopper-Modellen. Mit dem Chopper ist der Fahrer zwar gemächlich unterwegs, dennoch sollte er auf einen hochwertigen Helmschutz nicht verzichten. Auf jeden Fall sollten alle Arten Motorrad-Helme mit dem ECE-Prüfsiegel ausgestattet sein.

Verschiedene Arten von Motorräder – welches Modell passt?

Standard-Motorräder

Diese Bikes, die von Enthusiasten häufig als „Naked Bikes“ bezeichnet werden, sind für ihre aufrechte Fahrposition bekannt. Lenker und Fußrasten sind so angeordnet, dass der Fahrer eine bequeme Position einnehmen kann, ohne sehr weit nach vorne reichen zu müssen. Ihre moderate Größe und das funktionelle, benutzerfreundliche Design machen sie zu einer guten Wahl für Fahranfänger.

Cruiser (Chopper)

Cruisers oder Chopper sind den großen amerikanischen Maschinen aus den 1930er bis 1960er Jahren nachempfunden – die beliebtesten sind Harley-Davidsons. Diese Bikes haben einen V-Twin-Motor, der für einen niedrigen Drehmoment ausgelegt ist. Eine niedrige Sitzposition, hohe Lenker und vorgelagerte Fußrasten ermöglichen, dass sich die Fahrer leicht in eine „Easy-Rider-Position“ zurücklehnen können. Diese Sitzposition ist möglicherweise nicht ideal für Anfänger, die längere Zeit mit höheren Geschwindigkeiten fahren möchten, da das Lenken im Fahrtwind auf Dauer ermüdend sein kann.

Dualsport-Motorräder

Dualsport-Bikes, die als Mehrzweck- bzw. On-Road- und Offroad-Motorräder bezeichnet werden, haben hoch ausgelegte Sitze und einen hohen Schwerpunkt, um unebenes Gelände besser bewältigen zu können. Sie ähneln damit Dirtbikes, sind jedoch mit Spiegeln und Lichtanlange ausgestattet, was sie für den Verkehr straßenfähig macht. Ihre kleinen Motoren und leichten Rahmen machen sie zu einer guten Wahl für junge Fahrer, solange sie das Bike im Sitzen mit beiden Füßen auf dem Boden abstützen können.

Tourenmotorräder

Motorräder für Touren sind für die Fernreise konzipiert. Sie verfügen über große Motoren, größere Kraftstofftanks und mehr Stauraum. Sie erlauben den Fahrern eine bequeme, aufrechte Sitzposition. Aufgrund ihrer Größe und der höheren Kosten eignen sie sich eher für erfahrene und ältere Fahrer.

Sportbikes

Sportbikes sind für hohe Geschwindigkeiten und schnelle Beschleunigung optimiert. Darüber hinaus verfügen sie über leistungsstarke Motoren auf einem leichten Rahmen. Die Fußrasten liegen höher und die Distanz zum Lenker ist länger, was sich bei höheren Geschwindigkeiten auf den Luftwiderstand auswirkt. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten können Sportbikes den Fahrer schneller ermüden, weil sich das Fahren auf Hände und Handgelenke auswirkt.

Sport-Touring

Diese Bikes können als Hybrid zwischen einem Sport- und einem Tourenmotorrad angesehen werden. Sport-Touring-Bikes haben im Vergleich zu einem Sportbike mehr Stauraum, sind aber im Vergleich zu einem Tourenmotorrad insgesamt leichter. Sie bieten auch eine entspanntere Sitzposition.

Sobald man ein Motorrad ausgewählt hat, das den gewünschten Anforderungen entspricht, muss man sich auch für die Spezifikationen des Motorrads entscheiden. Hier sind einige Dinge, die zu beachten sind, wenn man ein Motorrad kauft:

Motorgröße

Motoren werden in Kubikzentimetern oder ccm gemessen, was sich auf das Volumen innerhalb des Motors bezieht, in dem Luft und Kraftstoff kombiniert werden, um das Bike anzutreiben. Typischerweise bedeutet ein Motorrad mit einem höheren Volumen einen größeren Motor, mehr Leistung und höhere Geschwindigkeiten.

Gewicht des Motorrads

Je größer das Bike, desto schwerer ist die Bedienung. Man sollte in der Lage sein, sein Bike vom Boden wieder aufheben zu können, wenn es umgefallen war.

Höhe des Sitzes

Achten Sie beim Fahren darauf, dass die Füße den Boden berühren können, wenn Sie anhalten. Messen Sie auch die Länge des Beines von der Unterseite Ihres Fußes bis zur Leiste. Wenn der Sitz in der Distanz höher als diese Messung ist, ist das Bike wahrscheinlich zu groß.

Kriegsbemühungen treiben Motorräder voran

Harley-Davidson begann 1915 damit, das US-Militär zu beliefern. Das Unternehmen wurde 1903 gegründet – nur knapp elf Jahre vor dem Ersten Weltkrieg. Indian Motorräder transportierten Mitglieder der amerikanischen Expeditionstruppen und die frühen Harley-Davidson Motorräder dienten zum Kurier- und Informationsdienst. Der legendäre britische Hersteller BSA (Birmingham Small Arms) entwickelte 1903 sein erstes Motorrad und verkaufte ab 1909 ein robustes Motorrad mit 3,5 PS und einem Preis von 250 US-Dollar zur Verwendung im ersten Weltkrieg.

Als die USA 1917 in den Krieg eintraten, übergab Indian seine gesamte Produktion dem Militär. Die Firma ging dabei fast bankrott, da sie zum Selbstkostenpreis verkaufte und die zivilen Ausstellungsräume leer blieben. Harley verfolgte eine andere Strategie. Der Hersteller gab 50 % seiner Produktion an das Militär, während der Rest zum Verkauf an die Zivilbevölkerung ging. Die Harleys wurden von V-Twin-Motoren mit 1000 ccm angetrieben und produzierten 15 PS. Die Strategie ging auf. Viele der Motorräder gingen auch an das holländische und russische Militär, inklusive Modelle, die Waffen oder Tragbahren montiert hatten. Harley-Davidson lieferte etwa ein Drittel der 70.000 vom US-Militär bestellten Maschinen, die restlichen zwei Drittel wurden zwischen den Herstellern Indian und Cleveland aufgeteilt. Von den 26.486 Harleys, die von den USA gekauft wurden, gingen etwa 7.000 nach England und Frankreich, wo sie als Konvoi-, Begleit-, Erkundungs- und Aufklärungsfahrzeuge dienten.

Vom Laufrad zum Motorrad

Die ersten bekannten Versionen eines mit Rädern ausgestatteten und von Menschen angetriebenen Fahrzeugs erschienen lange bevor das Fahrrad zu einer praktischen und populären Transportform wurde. Nach Angaben des „International Bicycle Fund“ (IBF) konstruierte im Jahr 1418 ein italienischer Ingenieur, Giovanni Fontana, ein von Menschen angetriebenes Gerät, das aus vier Rädern und einer Seilschleife bestand. Etwa 400 Jahre nachdem Fontana sein Fahrzeug entwickelt hatte (1813), begann der deutsche Erfinder Karl Freiherr von Drais mit der Arbeit an der Laufmaschine (Draisine) – ein vierrädriges, manuell angetriebenes Fahrzeug, das weder Pedale noch Bremse hatte. Im Jahr 1817 stellte Drais in Mannheim ein Zweirad vor. Ab dann gab es kein Zurück mehr. In den zwei Jahrhunderten danach wurden schätzungsweise eine Milliarde Fahrräder produziert.

Mit Volldampf voraus!

Der Amerikaner Sylvester Roper baute die erste selbstfahrende Zweiradmaschine (Velociped) in den USA. Das dampfbetriebene Fahrrad hatte seinen ersten öffentlichen Auftritt 1869 in Ropers Heimatstadt Roxbury, Massachusetts. Das Dampffahrrad war ein Publikumsmagnet und Roper tourte für den Rest seines Lebens auf Messen und als Zirkus-Attraktion in Neuengland, um diese und andere Erfindungen zu demonstrieren. Roper starb bei einem Unfall auf einem seiner „Steambikes“ während einer Präsentation. 1885 wurde das erste „tatsächliche“ Motorrad erfunden. Der Reitwagen oder Einspur war ein Kraftfahrzeug von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach. Es ist allgemein als das erste Motorrad anerkannt. Wegen dieser Erfindung wird Daimler oft als „Vater des Motorrads“ bezeichnet.

Der Vater des Motorrads

Der Status des „Reitwagens“ als erstes Motorrad beruht auf der gängigen Definition eines Motorrads mit einem Verbrennungsmotor. Daimler hatte 1882 im Gartenhäuschen hinter seinem Haus im Stuttgarter Stadtteil Cannstatt eine Versuchswerkstatt eingerichtet. Am 3. April 1885 patentierte er gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Maybach einen kompakten Hochgeschwindigkeits-Einzylindermotor, den er liebevoll „Standuhr“ taufte. Dieser hatte einen Schwimmervergaser und benutzte Pilzventile, die durch die Saugwirkung des Kolben-Einlasshubs geöffnet wurden. Anstatt einer elektrischen Zündung verwendete es Glührohrzündung – ein Platinrohr, das in die Brennkammer lief wurde durch eine externe offene Flamme erhitzt. Es konnte auch mit Leuchtgas betrieben werden. Es verwendete Doppelschwungräder und hatte ein Aluminiumkurbelgehäuse. Das ursprüngliche Design von 1884 verwendet einen Riemenantrieb und Drehgriff am Lenker, welcher die Bremse betätigte Kraft auf das Rad abgab. Ropers Velociped aus den späten 1860er Jahren verwendete eine ähnliche Zwei-Wege-Lenkersteuerung. Der Prototyp von Daimler verwendete einen einfachen Lenker ohne den Drehgriff oder Zahnradverbindung. Das Design wurde am 29. August 1885 patentiert.

Das Original des Reitwagens wurde 1903 im großen Cannstatter Feuer zerstört, das 1903 die Daimler-Motoren-Gesellschaft in Seelberg-Cannstatt dem Erdboden gleichmachte. Es gab danach verschiedene Replikas im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart, im Deutschen Museum in München, in der Honda-Ausstellungshalle des Twin Ring Motegi Werks in Japan, der AMA Motorrad Hall of Fame in Ohio und in Melbourne, Australien. Das Deutsche Museum verlieh 2001 seine Nachbildung an die Guggenheim Las Vegas Kunstausstellung „The Art of the Motorcycle“.

Die Geschichte der Motorräder

Um die Anfänge zu sehen, müssen Sie bis ins 19. Jahrhundert und zu der Erfindung des Fahrrads zurückgehen. Heutige Motorräder haben noch viel gemeinsam mit den früheren Pedaldrückern. Sie sind jedoch vielleicht überrascht, wie die ersten motorisierten Fahrräder funktionierten.

Haben Sie schon einmal von dem Veloziped gehört? Es ist lateinisch für “Fast Foot” und stellt ein Gerät auf Rädern dar, das mit menschlicher Kraft und Pedalen bedient wird. Das Fahrrad ist das beliebteste der Velozipede.

Doch seit der Erfindung des Rades haben geniale Männer und Frauen Wege gefunden, sie schneller rollen zu lassen. Der erste von vielen Erfindern, der Einfluss auf die Entwicklung des Motorrads hatte, war der Franzose Ernest Michaux. 1867 stellte er eine kleine Dampfmaschine auf sein “Velociped”, schuf eines der ersten motorisierten Fahrräder und installierte Reifen die den heutigen

motorradreifen ähneln.

In den Vereinigten Staaten hatte ein Mann namens Sylvester H. Roper aus Massachusetts eine ähnliche Idee, als er einen kohlegefüllten Zwillingszylinder zwischen die Räder seines Velozipeds stellte. In einem der frühesten dokumentierten Motorradunfälle starb Roper 1896, als er eins seiner dampfbetriebenen Velozipede demonstrierte.

In den späten 1880er Jahren kamen Verbrennungsmotoren auf den Markt, die das Gesicht der Motorradentwicklung veränderten. Einer der frühesten dokumentierten Verbrennungsmotoren war das “Petrol Cycle”, das 1888 in Großbritannien erfunden wurde. Diese dreirädrige Schöpfung war eine der ersten ihrer Art. Sie sah aus wie ein Rollstuhl, dessen gasbetriebenes drittes Rad ihn von hinten antreibt. Das “Petrol Cycle” war mit einem Gashebel und ohne Bremssystem ausgestattet.

GOTTLIEB DAIMLER, ein herausragender Name in der Automobilentwicklung, arbeitete in Deutschland gleichzeitig an einem zweirädrigen Gasmotorrad. Dieses wurde zwar erfolgreich gebaut, war allerdings nicht lenkbar und nicht in der Lage, die Achse zu drehen. Dieses war nämlich nur ein Test-Bett für einen neuen Automotor. Es wurde hierbei noch nicht daran gedacht ein kommerzielles Motorrad zu machen.

20. Jahrhundert bis heute

Im Jahr 1901 debütierte der britische Fahrradhersteller Royal Enfield sein erstes Motorrad: Ein Fahrrad mit Hinterradantrieb und einem Riemen, der an dem vorne angebrachten 239-cm³-Motor befestigt war. Im selben Jahr entwarf die Indian Motorcycle Manufacturing Company in den USA das erste “diamond framed” Motorrad namens “Indian Single”. Im ersten Produktionsjahr wurden 500 Singles produziert. Im Jahr 1903 begann Harley-Davidson Motorräder in Amerika zu produzieren.

Motorräder spielten im Ersten und Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle, da sie eine schnelle und effiziente Möglichkeit darstellten, wichtige Nachrichten an die Front zu bringen. Harley-Davidson widmete fast 50 Prozent seiner Fabrikleistung den Kriegsanstrengungen. Und Triumph Motorcycles stellte seinen Alliierten im ersten Weltkrieg mehr als 30.000 seiner neu entwickelten Typ-H-Motorräder zur Verfügung.

Durch seine erstaunliche Entwicklung vom dampfgetriebenen Fahrrad über den Kommunikationstransport im Ersten Weltkrieg zu den Fahrrädern der heutigen Zeit hat das Motorrad immer ein Zuhause bei denen gefunden, die das Abenteuer und den Einfallsreichtum dieser großartigen Erfindung genießen.

Auf den Straßen der ganzen Welt sind Motorräder eine häufige und angenehme Art zu reisen. Motorradfahrer sind jedoch oft größeren Verletzungen ausgesetzt als ein durchschnittlicher Autofahrer.

John Boyd Dunlop und der erste pneumatische Gummireifen

Autos und Motorräder wären heute ohne das Genie und den Einfallsreichtum des britischen Erfinders John Boyd Dunlop nicht annähernd das Gleiche. Er entwickelte den ersten kommerziell erhältlichen Gummireifen der Welt. Diese Erfindung ermöglichte es, zuerst bei Fahrrädern und dann Automobilen, ein deutlich verbessertes Komfortniveau für deren Fahrgäste zu vermitteln, während sie über Gelände aller Art fuhren. John Boyd Dunlop nutzte seine Erfindung und gründete die „Dunlop Pneumatic Tire Company“, ein Reifenhersteller und Hersteller von Gummiwaren, der fast 100 Jahre lang in der Top-Liga der Hersteller verblieb, bevor das Unternehmen in den 1980er Jahren verkauft wurde.

Der Erfinder

John Boyd Dunlop wurde am 5. Februar 1840 in Dreghorn, North Ayrshire, Schottland geboren. Er studierte Tiermedizin und praktizierte über zehn Jahre lang sowohl zuhause als auch in der Stadt Downpatrick, Irland. Nach einiger Zeit wechselte er zu einer Privatpraxis in Belfast. Dort machte John Boyd Dunlop 1887 seine wichtigste Entdeckung. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, das Spielzeugdreirad seines Sohnes auf der Oberfläche seines Hinterhofs reibungsloser fahren zu lassen, schuf er das erste praktische und kommerziell nutzbare Beispiel für pneumatische Reifen. Er montierte es auf eine Holzscheibe mit 97 cm Durchmesser und verwendete als Hauptbestandteil Kautschuk. Dann belegte er die Außenkante des Metallrads mit einer dünnen Schicht aus geblasenem Gummi. Das Ergebnis war völlig innovativ. Sowohl sein Dreirad als auch später ein Fahrrad zeigten eine bemerkenswerte Verbesserung der Fähigkeit, jedes Terrain befahren zu können. Dies war mit einer sanfteren Fahrt und dem verringerten Geschwindigkeitsverlust aufgrund des kleineren Widerstands zwischen Boden und Rad möglich. Dunlop gelang es leider nicht, ein Patent für seine Entdeckung zu erhalten, weil der schottische Erfinder Robert William Thomson schon 1847 einen aufblasbaren Reifen patentieren ließ, der jedoch nie kommerziell rentabel war.

Dunlops Lebenswerk

1889 war das Jahr, in dem die Welt von Dunlops gummiartiger Erfindung hörte. Sein Freund Willie Hume profitierte davon und gewann fast alle namhaften Radrennen in diesem Jahr, was Dunlops Luftreifen sehr beliebt machte. Nur ein Jahr später begann Dunlops eigenes Unternehmen mit der kommerziellen Herstellung von Gummireifen und anderen Gummiartikeln – gerade rechtzeitig, um den Ausbau des Straßennetzes voranzutreiben, das in dieser Zeit in ganz Europa und der Welt verstärkt ausgebaut wurde. John Boyd Dunlop verstarb 1921 in Dublin im Alter von 81 Jahren. Er gilt als der Erfinder, der Fahrräder, Motorräder und Autos für alle Oberflächen nutzbar machte. Sein Abbild ist seit 1980 auf der 10-Pfund-Note zu sehen, die in Nordirland verwendet wird.

Die ersten Motorradrennen

Der erste Grand Prix

Motorradrennen werden sowohl von Profis als auch von Amateuren auf Straßen, Rennstrecken und auf freiem Gelände ausgeübt. Die Entwicklung des Motorradrennsports verlief weitgehend parallel zur Entwicklung des Automobilsports. Es gab eine Klasse für Motorräder bei vielen der frühen Städterennen, zum Beispiel das Rennen Paris-Wien. Im Jahr 1897 dominierte das „De Dion-Bouton Tricycle“ den Motorradsport, doch Zweiräder wie der Werner sorgten schon bald für eine ganz andere Form des Rennsports. Im Jahr 1904 rief die “Fédération Internationale du Motocyclisme” einen internationalen Wettbewerb ins Leben, beim dem fünf Nationen antraten: Österreich, Dänemark, Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Das erste internationale Rennen fand 1905 in Dourdan, Frankreich, statt. Das erste TT-Rennen (Tourist Trophy) fand 1907 auf der Isle of Man statt, der für viele Jahrzehnte danach der berühmteste der Welt werden sollte.

Internationale Rennen

Motorradrennen in Nordamerika begannen 1903 mit der Gründung der „Federation of American Motorcyclists“ in New York City. Seit 1937 ist das 320-Kilometer-Rennen von Daytona das bekannteste US-Rennen. Es findet noch immer auf der gleichen Rennstrecke statt, die auch für das 24-Stunden-Rennen von Daytona genutzt wird. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde der Grand Prix für Motorräder in den Vereinigten Staaten wieder ausgerichtet. Der belgische Grand-Prix begann im Jahr 1921, während 1925 Deutschland und die Niederlande jeweils mit einem Motorrad-Grand-Prix begannen. Der erste Grand-Prix in Deutschland war der Westdeutsche Grand-Prix von 1925 auf dem Solitude Circuit. Es sollen rund 400.000 Zuschauer anwesend gewesen sein. Der belgische Grand-Prix von 1925 fand am 28. Juni in Spa-Francorchamps statt. Dies war der erste Grand-Prix in Spa und der erste Große Preis von Belgien.

Disziplinen des Motorradrennsports

Es gibt so viele Formen von Motorradrennen wie auch bei Autorennen. Die Haupttypen sind Straßenrennen, Prüfungen, Speedway, Motocross, Drag Racing, Eisrennen und Bergrennen. Straßenrennen finden auf geschlossenen Strecken statt, von denen Teile oder alle auf öffentlichen Straßen stattfinden können.

  • Die Weltmeisterschaften für Motorrad-Straßenrennen wurden 1949 eingeführt. Die Motorräder in mehrere Klassen eingeteilt, basierend auf Hubraum von 50 Kubikzentimeter über 125, 250, 350, 500 bis zu 750 ccm.
  • Motorrad- Prüfungen, die aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stammen, sind relativ langsame, unregelmäßig stattfindende Ereignisse, bei denen Geschwindigkeit kein ausschlaggebender Faktor ist.
  • Speedway-Rennen entstand in den frühen 1920er Jahren in Australien. Es wird auf kurzen, flachen, ovalen Sandbahnen auf Kurzstrecken durchgeführt. Die verwendeten Bikes sind ultraleicht und haben nur geringes Treibstoffvolumen.
  • Drag-Racing ist ein US-amerikanisches Event aus der Zeit um 1950. Diese Art von Rennen besteht aus einer Reihe von Beschleunigungs- oder Top-Speed-Tests, jeweils zwischen zwei Konkurrenten, auf einem geraden, flachen 400 Meter langen Kurs.
  • Motorrad-Eisrennen begannen in den 1930er Jahren in Skandinavien und haben sich auf andere Länder mit gemäßigtem Klima ausgedehnt. Es wird auf ovalen Strecken auf zugefrorenen Seen oder auf eisbedeckten Stadionterrassen ausgetragen. Die Motorräder sind mit Spikes ausgestattet.
  • Bei Motorrad-Bergrennen fährt jeder Fahrer gegen die Uhr. Jeweils nur ein Fahrer ist zur gleichen Zeit auf der Strecke.

Die Ankunft des E-Bikes

Es gibt ein paar Eigenschaften, die ein Motorrad zu einem Motorrad machen. Es sind die langen, lauten und verchromten Auspuffrohre und viel Fiberglas für die Aerodynamik. Und vor allem ein dröhnender Motor. Doch was bedeutet dies für ein elektrisches Motorrad? Laut ist es ganz sicher nicht. Es ist das ideale Fahrgefühl für alle, die Geschwindigkeit ohne die technische Komplexität einer mit Benzin betriebenen Maschine suchen. Mit fast unmittelbarer Beschleunigung, einem unheimlichen, Sci-Fi-Jet-Turbinen-Sound und einer geschmeidigen, vibrationsfreien Fahrt, machen derzeit Elektro-Motorräder in einem oft hartnäckig traditionellen Markt große Wellen. Selbst langjährige und hartgesottene Mitglieder des Motorrad-Establishments – Harley-Davidson Inc. und Yamaha Motor Co. – haben sich ins Spiel gebracht. Beide Unternehmen stellten elektrische Konzept-Bikes vor, die in wenigen Jahren zu Serienmodellen führen werden.

Beschränkungen von elektrischen Motorrädern

Vor kurzem noch waren die einzigen batteriebetriebenen Motorräder spindeldürre, in der Garage zusammengebaute Prototypen, die eher naturwissenschaftlichen Experimenten ähnelten. Heute gibt es attraktive Designs mit perfekten Proportionen zu finden, die auch bei einem Biker-Café oder einem lokalen Biker-Treffen anfahren könnten und den traditionellen Choppern und Sportbikes die Show stehlen würden. Elektro-Motorräder kosten mehr als ein ähnlich konfiguriertes Benziner-Gegenstück. Dies ist hauptsächlich wegen der hohen Batteriepreise der Fall. Viele Hersteller begrenzen die Höchstgeschwindigkeit dieser Maschinen auf etwa 160 km pro Stunde (eigentlich immer noch genug Geschwindigkeit), um den Motor zu schonen und die Lebensdauer der Batterien zu verlängern. Darüber hinaus verbrauchen Elektro-Motorräder bei anhaltend hohen Geschwindigkeiten wesentlich mehr Strom als bei „Stop-and-Go“-Fahrten in der Stadt. Aber bei diesen E-Bikes sind auch weniger Wartungskosten zu erwarten als bei den Benzinern. Es gibt weder Ölwechsel, Ventileinstellungen noch andere teuren Routinewartung. Zum „Auftanken“ kann man sie einfach in eine Haushaltssteckdose einstöpseln. Da die meisten batteriebetriebenen Bikes kein Getriebe haben, wird man während des Fahrens nicht durch das Schalten abgelenkt.

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